[Payware] Gottleubatalbahn

  • Hallo,



    ich möchte hier mein Lebenswerk-Projekt "virtuelle Gottleubatalbahn" für Trainz 2012 vorstellen.




    Zum Vorbild:


    Die originale Bahnstrecke wurde einst als erste (normalspurige) Nebenbahn in ganz Sachsen eröffnet.


    Vor den Toren Dresdens gelegen, verlief Sie einst von "Pirna" ausgehend, dem Tor zur Sächsischen Schweiz, zunächst bis in die Bergbaustadt "Berggießhübel" und wurde später bis zu ihrem endgültigen Zielbahnhof "Gottleuba" erweitert.
    Damit wies sie eine Länge von ca. 17,6km auf, auf welchen sich jedoch das Landschaftsbild häufig wandelte.


    So glich die Strecke auf den ersten Kilometern ab Pirna eher einer Straßenbahn. Durch die Seitenlage zur Hauptstraße mussten zahlreiche Übergänge passiert werden.
    Sehr bedeutend wurde später der Unterwegbahnhof "Rottwerndorf", an welchem Jahrelang geheim Uranerz abtransportiert wurde.
    Ab "(Pirna) Neundorf" kletterte die Bahnlinie dann stetig an und schmiegte sich dicht an die waldigen Hänge des gleichnamigen Gottleubatales.
    Bald wurde der Bahnhof "Langenhennersdorf" mit seinen zwei Brücken - und einigen Industriegleisen erreicht.
    Von hier aus ging es weiter dem Flusslauf der "Gottleuba" folgend, durch dichten Wald des hier beginnenden Osterzgebirges bis hin zum Haltepunkt der Sommerfrische "Berggießhübel Zwiesel".
    Dieser hatte vor allem eine touristische Bedeutung. Schließlich wurde nach kurzer Strecke der Bahnhof Berggießhübel erreicht. Der kleine Ort wurde u.A. mehrmals Opfer verheerender Hochwasser.
    Ab hier stieg die Bahn nochmal richtig (ca. 1:37) an, verlief über mehrere Brücken und entlang der Straße im weiter gewordenen Tal bis hin nach "Gottleuba".
    Hier endete nach ca. einer Stunde die Bergfahrt und die Lok wurde in den Lokschuppen abgestellt. Gottleuba liegt idyllisch im Osterzgebirge, sehr nahe der tschechischen Grenze und entwickelte sich rasch zur Kurstadt.
    Nicht zuletzt durch die Eisenbahn gewannen die Orte entlang der Bahnlinie rasch an Bedeutung.



    Die Strecke war eine typische Nebenbahn in der DDR, welche Ihre Bedeutung überwiegend im Güter - zwischenzeitlich jedoch auch im immer wieder anwachsenden Personenverkehr hatte.
    Auch merkte man immer, das die finanziellen Mittel sehr begrenzt waren. So wurde schon rasch über die Einstellung des Bahnbetriebes nachgedacht.


    Gebildet wurden die Züge jahrzehntelang von einer Dampflok der Baureihe 86 mit einigen typischen Reichsbahn Personen-und Güterzugwagen, sowie einer besonderen Bauart badischer Reisezugwagen.
    Gegen Ende verkehrten vereinzelt auch noch die damals neue Baureihe V100, sowie ein Schienenbus der Reihe LVT772 auf der Strecke.


    Nachdem die Konkurrenz durch die Bus immer größer wurde, erfolge ca. 1974 zunächst die Einstellung des Personenverkehrs. Bedingt durch den Talsperrenbau in Gottleuba wurde selbiger Bahnhof in den letzten Betriebsjahren noch für den Güterverkehr erweitert, doch 1976 erfolgte dann die unweigerliche Stilllegung des oberen Streckenabschnittes.
    Ende der 1990er Jahren wurde dann auch das Reststück (bis Neundorf) für den Güterverkehr bedeutungslos und somit abmontiert.
    Heute fahren nur noch durch Pirna Züge. Von der einstigen Bahnstrecke im Gottleubatal ist - außer ein paar Brücken und dem teils mit Signalen ausgestatteten Fahrradweg - fast Nichts zu sehen. Gleise liegen nicht mehr.


    Seit nunmehr einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Nachbau dieser Strecke für den PC. Leider war es mir nicht vergönnt je einen Zug durch meinen Wohnort fahren zu sehen.
    Diesen Fakt zu ändern ist u.A. mein Antrieb für dieses Projekt.
    Nachdem ich durch das Programm "SketchUp" eine anfängerfreundliche Lösung zur Nachbildung markanter Objekte gefunden habe,sowie durch TransDEM Kartenmaterial sogar in Satellitenform bereitstand, ist meine Motivation stark angewachsen.


    Wenn die Strecke einmal fertig ist, soll sie ein möglichst genaues Abbild der damaligen Verhältnisse gegen Ende der Betriebszeit sein.
    Das ist jedoch ungemein schwierig, da Fotos aus der Zeit nicht gerade im Überfluss vorliegen und oft nur anhand des heutigen Zustandes der Damalige abgeschätzt werden kann.


    Hunderte Fotos sind bereits entstanden, die Strecke wurde mehrmals abgewandert, annähernd 50 originalgetreue Objekte habe ich schon modelliert, tausende Arbeitsstunden verbracht und sogar 2x ganz neu begonnen.
    Dennoch sind vielleicht erst 15% fertiggestellt. Aber da ich hier das PROJEKT zeigen möchte, werde ich den Interessierten regelmäßig auf dem Laufenden halten.


    Vielleicht habe ich ja das Interesse geweckt?


    Es folgen ein paar Bilder.


    Gruß Jan

  • Danke für die Blumen allerseits !


    @siebziger
    gleichfalls! Ja,... Das Projekt existiert schon mindestens seit damals! Wie ich ja eingangs schrieb, ein "Lebenswerk".


    Damit ich wieder etwas Neues zeige, hier noch ein paar Bilder vom Bahnhof Langenhennersdorf.


    Demnächst mehr Fotos vom Bauzustand.


    Gruß Jan

  • Auch der Objektbau schreitet weiter vorran. Leider geht immer nur Eines von Beidem. :-P


    Als Hinweis: Die Objekte dienen lediglich der Vollständigkeit des Gesamteindruckes und haben keinen Anspruch auf absolute Ästhetik und Genauigkeit.
    MIR genügt es. Außerdem sind die Farben im SketchUp - Editor anders als später im Spiel.


    mfg roembach

  • Danke Euch, ich werde bei weiterem Baufortschritt noch weitere, direkte Vergleiche posten.



    Hier erstmal der Bahnverlauf nahe dem Rittergut "Giesenstein" mit gleichnamigen Haltepunkt:




    Dieser war zum Abbildungszeitraum nicht mehr in Betrieb. Von dieser Ansicht existieren leider auch keine Fotos aus der Eisenbahnzeit...
    Das weiße Gebäude links muss ich übrigens noch in SketchUp modellieren (momentan dient es nur als proportionaler Platzhalter),
    darin bin ich nämlich aufgewachsen. ;)


    Auch meine Gebäudemanufaktur steht nicht still:



    Alles noch optimierbar. ;)


    mfg roembach

  • Auf den dritt-letzten Bild solltest evtl. nochmal die Weiche überarbeiten, denn sofern dort noch die Schwellen komplett auf dem abzweigenden Gleis liegen, so dürften auch die Langschwellen der ehem. Weiche noch vorhanden sein, heißt, um es perfekt zu machen solltest du die Schwellen optisch miteinander verbinden. Da aber das abzweigende Gleis bis auf die Schwellen demontiert ist gibt es auch kein Herzstück mehr und auch keine Radlenker. Ansonsten siehts wirklich super aus, klasse wie viel arbeit du da rein steckst mit den Gebäuden und so...

  • hey MR-Y.
    Danke für den umfangreichen Tipp!
    Es is ja Alles noch im Bau, ich werde es bei Gelegenheit anpassen.
    Die Radlenker und das angedeutete Herzstück wurden bereits entfernt.
    Das Schwellengleis muss ich ein Stück anheben, aber es darf auch nicht in der Luft schweben.


    Ein paar neue Modelle:


    Für Berggießhübel benötige ich noch ca. 10 Gebäude, dann geht der Bau weiter in Richtung Zwiesel.


    Jan